Grippe, Erkältung & Co. - Ihr Freund und Helfer!

Das Spiel des
Lebens

Lustig-Weltbewegend-Tiefgründiges

von Mensch zu Mensch

 

Haben Sie sich mal wieder eine Erkältung zugezogen? Und das ausgerechnet jetzt, im zweifellos ungünstigsten Moment? Erwischt es Sie vielleicht gerade dann, wenn der Beruf mal Pause macht und eigentlich Zeit für die anderen, seither liegen gebliebenen Dinge gewesen wäre - also beispielsweise an Wochenenden, im Urlaub oder alljährlich in den Betriebsferien zwischen Weihnachten und Heilig Drei König? Haben Sie sich mit letzter Kraft ans Ende des Jahres geschleppt, sind ausgelaugt und würden sich nun gerne erholen? Aber sobald das altbekannte Weihnachtslied „Alle Jahre wieder ...“ aus dem Radio ertönt, steht bei Ihnen nicht das Christuskind vor der Tür, sondern die alljährliche Grippe?


Halten Sie die Anspannung des Berufes und Alltags übers Wochenende hinweg aufrecht? Schließlich rentiert es sich kaum herunter zu fahren, da es nach dem Wochenende ohnehin wieder weiter geht. Oder sind Sie tief im Inneren insgeheim ganz froh über die Erkältung, weil sie Ihnen eine Auszeit verschafft - eine Auszeit aus dem Alltag, der Ihnen ohnehin seit längerem über den Kopf gewachsen ist?


Es gibt verschiedene Ursachen für eine Grippe & Co. Allen zugrunde liegt: Sie verbrauchen mehr von sich als Sie haben oder anders herum betrachtet: Ihr Mass ist voll!


Dabei gibt es drei Dinge, die Ihr Fass zum Überlaufen bringen: Das sind zum einen Sie selbst, zum anderen Ihre Mitmenschen und letztendlich Ihre Umwelt - oder was die Regel ist, ein Mix aus allen Dreien. Sie haben also im wahrsten Sinne des Wortes entweder „die Nase voll“ oder Sie haben vom Leben „die Nase zu voll genommen“.


Sie überfordern sich selbst - „die Nase zu voll nehmen“

Sie sind erfolgreich im Beruf und arbeiten bereitwillig 50 Stunden und mehr pro Woche. Oder Sie sind Sportler, haben Ihre Bestmarke vor Augen und trainieren mehr als es der Trainingsplan vorgibt. Möglicherweise haben Sie ein Hobby, dem Sie äußerst zielstrebig und mit grossem Enthusiasmus nachgehen, da es Sie alles andere vergessen lässt. Genauso gut könnten Sie aber auch eine aktive Mutter und Hausfrau sein - eine die Rund um auf Zack ist. Sie kochen, backen, machen den Haushalt, halten sich fit, eignen sich Wissen über Medizin und Pädagogik an um mitreden zu können und fahren Ihre ebenso aktiven Kinder von einem Training, Musikunterricht und Event zum nächsten.


Sie sind bis spät in die Nacht aktiv. Ausruhen kann man ja schließlich noch, wenn man gestorben ist. Sollten Sie sich doch mal gehen lassen, dann in Form eines quirligen Filmstreifens, bei dem die Bildsequenzen nur so über den Fernseher zappeln. Vor dem Einschlafen überlegen Sie, was Sie am nächsten Tag machen und in der Nacht träumen Sie bereits davon ... und dann kommt aus heiterem Himmel eine Grippe und zieht Sie aus Ihrem geliebten Action-Verkehr! Gerade jetzt, wo es am Schönsten war, vielleicht sogar kurz vor dem Ziel! Und das Ihnen, als Powerfrau oder Powermann, den sonst nichts so schnell von den Beinen zieht. Fast schon eine Schande, absolut unfair, grotesk und unerklärlich! Oder gibt es vielleicht doch eine Erklärung, gar eine zwangsläufige Konsequenz hinter einer Grippe & Co? ...


Stellen Sie sich vor, Sie feiern immer nur Parties und räumen danach nie auf! Ähnlich sieht es in Ihrem Gehirn aus, wenn Sie immer nur aktiv sind, aber sich keine Zeit für Reflexion nehmen. Reflexion und gesunder Schlaf sind die Aufräumarbeiten Ihres Gehirns nach der Party des Alltags. Da können wir Menschen noch so kunstvoll und künstlich leben - wir unterliegen nach wie vor den gleichen natürlichen Rhythmen wir eine Kellerassel, ein Mistkäfer oder der allseits beliebte Schimmelpilz. Und das aus gutem Grund! Denn während wir in der aktiven Phase Erfahrungen sammeln, empfiehlt es sich, in der passiven Phase durch Reflexion daraus zu lernen. Durch Lernen und Verstehen bildet unser Gehirn Synapsen. Synapsen sind Verbindungen zwischen Nervenzellen - die Speicherzellen unserer Erlebnisse. Indem unser Gehirn Synapsen bildet, setzt es Erlebnisse zueinander in Beziehung, wodurch wir ein breiteres Verständnis über uns und die Welt schaffen. Jede neu gebildete Synapse ist gleichzeitig ein neuer Schaltkreis, was gleichbedeutend ist mit einer weiteren Variante, wie wir künftig auf Lebenssituationen reagieren können.


Wer diesen Verarbeitungsprozess durch ständige Aktivität blockiert, stiehlt sich die Zeit für Neuorientierung. Damit ist man zwar ein Macher, aber mangels Lerneffekt ein immer dasselbe Macher. Selbst wenn jemand ständig etwas Neues beginnt, liegt seinen unreflektierten Aktionen in der Regel stets das gleiche Verhaltensmuster zugrunde - mit dem stets gleichen Ergebnis oder Scheitern an derselben, menschlichen Hürde - ohne jegliche, persönliche Weiterentwicklung. Man verbraucht sich an alten, überholten Verhaltensmustern und Zielen und läuft Gefahr, schnell mal an einer Abzweigung des Lebens vorbei zu schießen. Auch der Mistkäfer ist im Übrigen ein Macher. Bekanntlich macht er Zeit seines Lebens Mistkugeln, die er anschließend willensstark vor sich her rollt.


Doch bevor wir Gefahr laufen, zum Mistkäfer zu mutieren und uns unnütze zu verbrauchen, rettet uns glücklicherweise Grippe & Co. Schließlich ziehen uns Erkältungskrankheiten soviel Lebenskraft ab, dass wir zwangsweise zu Passivität und Ruhe verdammt werden. Es empfiehlt sich dabei, diese Zwangsverordnung auch dahingehend zu nutzen. Schließlich entlässt uns der ungebetene Erkältungsfreund ohnehin nicht vorher aus seiner Gesellschaft - außer wir erschlagen ihn mit einem künstlichen Antibiotika. Aber auch in diesem Fall wird sich unser natürlicher Kumpan nicht lange abschütteln lassen und uns zunehmend häufiger besuchen. Wenn man ihn öfter mit chemischen Arzneien malträtiert, kann es sein, dass er beim nächsten Mal von einem seiner großen Brüder und Schwestern begleitet wird, z.B. der Lungenentzündung. Profisportler beispielsweise, welche weiter trainieren ohne eine Erkältung vernünftig auszukurieren, werden gerne mal vom großen Bruder namens Herzmuskelentzündung besucht. Der soll manchmal sogar schon junge Menschen aus heiterem Himmel in den selbigen mitgenommen haben.


Sollten Sie ungebetenen Besuch von einer Erkältung erhalten, werden Sie diese am Besten wieder los, wenn Sie mal kurz über sich und Ihre Rolle im Leben nachdenken. Haben Sie es übertrieben? Haben Sie Ihren Körper schonungslos überfordert? Und was haben Sie die letzte Zeit so alles gemacht, was haben Sie unterlassen, wie geht es Ihnen, wie geht es Ihren Kindern, Ihrem Partner? Sind Sie noch auf dem richtigen Weg? Kommen Sie auf Ihrem Weg voran? Gilt es etwas zu ändern oder passt alles? Ja! Na dann wird sich Ihr Erkältungsfreund sehr bald wieder von Ihnen verabschieden und Sie können wieder durchstarten: Mit Volldampf voraus! ... aber vielleicht künftig ohne die körperlichen Ressourcen zu erschöpfen und mit ein bisschen mehr Zeit für Ruhe und Reflexion.


Sie fühlen sich überfordert - „die Nase voll haben“

Irgendwie wird es Ihnen langsam aber sicher einfach zu viel! Die Kinder, der nörgelnde Partner, Stress in der Arbeit. Der karrieresüchtige Arbeitskollege, der Ihnen ständig Steine in den Weg legt, um sich zu profilieren. Ein Familienfest jagt das nächste, denn jeder Geburtstag und sogar die Namenstage werden im Kreise der erlauchten Verwandtschaft gefeiert. Selbst Hobbys nehmen immer mehr Zeit in Anspruch und machen deshalb keinen rechten Spass mehr. Und zu guter letzt werden Sie stets von Nachbarn und Freunden beglückt, die zuverlässig unangemeldet vor der Tür stehen, um jegliche Gefahr von Langeweile in Ihrem Leben im Keim zu ersticken.


Alle und jeder kommt aber auch immer gleich zu Ihnen. Irgendwie scheinen Sie für diese Welt zu gutmütig zu sein. In letzter Zeit beschleicht Sie des Öfteren das Gefühl, dass Sie von anderen schlichtweg ausgenutzt werden. Dennoch werden Sie wahrscheinlich auch nächstes Mal wieder dabei sein, wie immer ... es sind ja schließlich immer die Gleichen, auf die man sich verlassen kann und die mit anpacken. Ablehnende Wörter wie „nein“, „keine Zeit“, „keine Lust“ haben in Ihrem persönlichen Wortschatz schon erheblich Staub angesetzt, da sie so gut wie nie benutzt werden. Schließlich helfen Sie ja auch gerne und freuen sich, wenn Sie gebraucht werden.


Aber in letzter Zeit wird es einfach zu viel. Es macht keinen Spass mehr und wer weiß, wie lange Sie das alles noch jonglieren können. Am liebsten würden Sie eine Auszeit nehmen. Einfach mal weg ... auf die Malediven. Gerne auch nach Timbuktu, wo immer das auch ist. Hauptsache weit und breit keiner der nervt, stört oder irgendwas von Ihnen beansprucht. Aber das geht ja nicht. Man kann sich nicht einfach so aus dem Staub machen und die anderen im Stich lassen. Was denken denn da die anderen? Aber so eine Auszeit, wäre schon schön und eigentlich haben Sie die Nase gestrichen voll ...


Und schon naht Ihr Freund und Helfer namens Grippe & Co und erfüllt Ihnen das, was Sie sich selber nicht genehmigen wollten: Sie erhalten eine Zwangsauszeit in Form der besagten, gestrichen vollen Schnupfennase. Diese serviert Ihnen gleichzeitig ein Alibi gegenüber Ihren Mitmenschen, um sich mal auszuklinken. Und siehe da, wenn Sie augenscheinlich auf der letzten Rille laufen und für „kannst Du mir mal dies und jenes“ nicht mehr zu gebrauchen sind, geht es auch ohne Sie. Die Kinder können mit Händen und Füßen nicht nur Unordnung schaffen, sondern diese damit sogar beseitigen. Der Ehepartner bekommt wider Erwarten keinen allergischen Schlaganfall, sobald er den Ofen oder die Waschmaschine berührt. Die Aktienkurse Ihrer Firma fallen nicht ins Bodenlose, der mobbende Arbeitskollege hat die Gelegenheit zu beweisen, was er ohne Sie (nicht) auf dem Kasten hat, Familienfeste laufen tatsächlich ohne Ihr Beisein und die Nachbarn als auch Freunde ziehen nicht gleich wütend in eine andere Stadt, weil bei Ihnen die Türe mal geschlossen bleibt. Wer es wider erwarten noch nicht kapiert hat und weiterhin stört, wird mit einem kräftigen Niesen und einer gesunden Portion „Bazillus hinfortus“ aus dem persönlichen Dunstkreis getrieben.


Wenn Sie jetzt verstanden haben, dass sich die Welt auch dreht, wenn Sie sich mal eine Auszeit gönnen; wenn Sie ferner Wörter wie „nein“ aus Ihrem Wortschatzkeller holen und wenn Sie schließlich die Zwangspause zu Ihrem Wohle nützen und auskosten, dann werden sich Ihre Freunde Grippe, Erkältung & Co sehr bald wieder von Ihnen verabschieden. Und schon können Sie wieder durchstarten: Vielleicht mit etwas weniger Engagement für die Belange anderer ... und künftig mehr Zeit für sich selbst.


Sollten Sie sich weiterhin die nötigen Pausen und Ruhe nicht gönnen, dann passiert das Gleiche wie bei Ihren vorgenannten Mitmenschen, die sich permanent „die Nase zu voll nehmen“. Ihre Freunde Grippe, Erkältung & Co. statten Ihnen immer öfter einen Besuch ab und bringen früher oder später große Krankheitsbrüder und Schwestern mit.


Ihre Umwelt überfordert Sie - „die Nase voll bekommen“

Jedes Fleckchen Erde bietet individuelle Lebensbedingungen und jeder fühlt sich individuell an verschiedenen Orten wohl oder unwohl. Während der eine am Meer gesundet, macht den anderen die Meeresluft krank. Während die eine den wärmenden Fön aus dem Süden genießt, bekommt die andere davon Migräne.


Da ist einerseits Andrea aus München, welche sich allzeit bereit in die quirlige, pulsierende Großstadt wirft und andererseits Franziska aus Kleinaitingen, die das gediegene und ruhige Leben auf dem Lande genießt. Marcel schläft auf einer Wasserader wie ein Murmeltier, Sebastian schläft aus selbigem Grund sehr unruhig. Luise kann sich vorstellen, entlegen am Waldrand zu leben, Lydia würde die Abgeschiedenheit Angst einflößen. Weswegen sich der eine wohl fühlt, macht also den anderen krank.


Damit spielen neben dem, wie Sie sich selbst fordern und dem wie Ihre Mitmenschen Sie fordern, auch die Anforderungen Ihrer Umwelt eine gewichtige Rolle. Sie sind demnach zum einen um so gesünder, je mehr Sie in einer Umgebung leben, die Ihrem Individuum entspricht. Zum anderen gibt es Umwelteinflüsse, die generell belastend wirken - auch wenn das Ausmaß der Belastung von Person zu Person unterschiedlich sein mag. Hierzu gehören beispielsweise verschmutzte Luft durch Abgase und Feinstäube, verschmutztes Wasser, Umweltgifte, Elektrosmog, Lärm, etc.


Ein Besuch einer Grippe & Co kann somit auch der Frage gewidmet sein: Fühlen Sie sich an Ihrem Wohnort und in Ihrer Umgebung wohl oder macht Sie Ihre Umwelt krank? Sobald Sie sich selbst diese Frage ehrlich beantwortet haben und gegebenenfalls notwendige Veränderungen in Angriff nehmen, wird Grippe & Co Sie bald wieder in Frieden lassen.


Ihre Stressresistenz, Ihr Fassungsvermögen - „das Fass läuft über“

All den äußeren Einflüssen steht Ihr Inneres gegenüber, nämlich Ihre innere Kraft, Ihr Fassungsvermögen - gleichbedeutend mit Ihrer Stress- und Krankheitsresistenz. Aber auch hier kann Marcel nicht mit Sebastian und Andrea nicht mit Franziska über einen Kamm geschert werden. Denn wir unterscheiden uns auch in dem voneinander, was wir tragen bzw. ertragen können. Der Unterschied liegt dabei sowohl darin, wie belastbar wir generell sind, als auch wie strapazierfähig wir in bestimmten Bereichen sind. Ein Handwerker ist beispielsweise an körperliche Arbeit gewöhnt und somit körperlich belastbarer als ein „No Sports“-Büroangestellter, dem bei körperlichen Anstrengungen schnell mal die Luft ausgeht. Umgekehrt ist bei einem Handwerker angesichts der jährlichen Steuererklärung schneller mal die Verzweiflung ins Gesicht geschrieben, als bei einem Büroangestellten.


Stellen Sie sich zum besseren Verständnis folgendes vor:

Sie erhalten bei Ihrer Geburt ein Fass. Anhand der Größe des Fasses ergibt sich Ihre generelle Kapazität - das was Sie im Leben tragen und ertragen können. Anhand Ihrer Talente und Neigungen ergibt sich, wie sehr Sie bestimmte Aufgaben beanspruchen und dementsprechend welche Tätigkeiten und Lebensbereiche Ihnen wie viele Lebenskraftpunkte kosten.


Nehmen wir an, Sie haben ein Fass mit 100 Einheiten Lebenskraft erhalten. Davon nimmt Ihre Umwelt, Wohnort, Umgebung infolge von Luft-, Strahlungs- und Lärmbelastung 20 Einheiten in Anspruch. Ihr Ehepartner fordert 10, Ihre Kinder 20, Ihre Eltern und Verwandten wiederum 10 und Ihr Beruf 30 Einheiten. Das ergibt insgesamt 90 Einheiten Lebenskraft, welche Sie bereits für Ihren Lebensalltag aufwenden.


  1. Tabelle 1: Berechnung Lebenskraftreserve

    Lebenskraft, gesamt:    100 Einheiten

    ./.    Alltägliche Beanspruchung:
            Umweltbelastungen      20 Einheiten
            Familie und Partnerschaft    40 Einheiten
            Beruf    30 Einheiten
            -------------------------------------------------------------------
            Summe:    90 Einheiten

    =      Lebenskraftreserve:    10 Einheiten
            (= allgemeiner Gesundheitszustand)


Solange Sie weniger als 100 Einheiten verbrauchen, geht es Ihnen gut. Je mehr Reserven Sie haben, desto vitaler sind Sie. Sobald Sie mehr als 100 Einheiten verbrauchen, sind Sie Freiwild für den nächst besten Bakterien- oder Virenstamm. Je mehr Sie das Fass mit Alltäglichem, Dauerhaftem sprich Chronischem füllen, desto weniger Reserven haben Sie um auf unerwartete Dinge zu reagieren.


Wenn Sie Ihr Reservoir an Lebenskraft bereits mit Alltäglichem erschöpfen, würden Sie über kurz oder lang eine chronische Krankheit ausprägen. Ähnlich der Losbuden des Roten Kreuzes qualifizieren Sie sich mit einer hohen Defizitpunktzahl automatisch für die großen Krankheitsbilder aus dem Portfolio chronischer Krankheiten. Bei einem geringen Defizit von minus 5 Einheiten würde Sie hingegen lediglich eine leicht und langsam verlaufende Krankheit ereilen.


Nun ergänzen wir in der Tabelle noch 5 Einheiten für etwas akuten Ärger im Büro und addieren noch 10 Einheiten für die Belastung Ihres Organismus durch die alljährliche Klimaumstellung im Frühjahr und Herbst ... und fertig ist eine hübsche, kleine, akute Krankheit aus der Grippekiste. Wenn Sie in der Übergangszeit mit der Erkältung nicht alleine sind, dann liegt das übrigens daran, dass in unserer Gesellschaft kaum jemand über üppige Belastungsreserven verfügt. Viren und Bakterien umgeben uns ganzjährig wie Löwen die Gazellen in der afrikanischen Savanne. Dem Löwen schmeckt die Gazelle im Sommer genauso gut wie im Herbst. Aber er erwischt sie nur, wenn sie geschwächt ist. Das gilt auch für Viren und Bakterien - den Löwen des Mikrokosmos. Die höhere Beanspruchung durch die Klimaumstellung bringt den Krankheitserregern mehr schwächelnde Menschen auf die saisonale Speisekarte im Frühjahr und Herbst.


       
Tabelle 2: Berechnung Lebenskraftdefizit
    
        Lebenskraftreserve:    10 Einheiten
    
 ./.    Akute Beanspruchung:
        Ärger im Büro:    5 Einheiten
        Klimaumstellung im Herbst:    10 Einheiten
        -------------------------------------------------------------------
        Summe akute Beanspruchung:    15 Einheiten

  =    Lebenskraftdefizit:    -5 Einheiten


In diesem Fall hätten Sie eine leichte Erkältung, die bald wieder verflogen sein würde, sobald Sie sich den alltäglichen oder akuten Beanspruchungen durch etwas Ruhe entziehen.


Krankheiten - „das Fass hat ein Leck“

Eine Krankheit ist ein Lebenskraft-Parasit und verhält sich in Ihrem Organismus wie Hooligans auf der Geburtstagsparty. Parasiten sind auf Körperebene Bakterien und Viren, die Ihren Organismus schädigen und Lecks in Ihr Lebensfass schlagen, woraus zunehmend Lebenssaft entrinnt. Parasiten können im seelischen Bereich auch andere Menschen sein - negativ wirkende Mitmenschen, die Sie ausnützen oder auf Ihre Schwächen verweisen um sich dadurch selbst stärker zu fühlen. Im Psychischen sind es Ängste, Sorgen und Zweifel, die Ihnen Lebenskraft kosten, weil ein Teil Ihrer Lebensenergie darin gebunden ist und somit nicht für andere Dinge verfügbar ist. Die Verminderung Ihres Fassungsvermögens wird hier am Grad Ihrer Depression messbar. Das was klein und kurzzeitig bei „schlecht gelaunt“ beginnt und im großen Stil bei Sinn- und Ziellosigkeit sowie Lebensunlust endet.


Falsche Ernährung - „Ablagerungen verringern das Fassungsvermögen“

Was ebenfalls Ihr Fassungsvermögen verringert, sind die Folgen einer jahrelangen Fehl- oder Überernährung. Alles was Sie einnehmen und nicht verarbeiten können oder nicht verbrauchen und ausagieren, verbleibt in Ihrem Körper. Die darauf folgenden Prozesse in Ihrem Innenleben lassen sich gut mit dem „richtigen Leben“ vergleichen:


Wenn man mehr einlagert als man aus- und aufräumt, dann müllt die Wohnung (der Organismus) immer mehr zu. Erst die Stau- und Lagerräume (Zwischenzellräume), dann die Zimmer (Organe), dann die Gänge (Blutbahnen). Man kommt immer schlechter durch (Ablagerungen in den Blutgefäßen) und muss immer mehr Energie aufwenden (Bluthochdruck), um etwas ein- oder auszulagern (Stoffwechselbelastung). Zudem fängt das ganze, alte Zeug allerorten zu kokeln an (Entzündungen).


Bewegung & Sport - „das Fassungsvermögen erweitern“

Wenn durch Bewegungsmangel Lebenskapazität verringert wird, kann diese im Umkehrschluss durch Bewegung auch erhöht werden. Bewegung und Sport steigern Ihre Fitness und damit Ihre Belastbarkeit und Stressresistenz. Im Rahmen der sportlichen Betätigung entziehen Sie sich Ihrem Alltag und damit den chronischen Belastungen. Speziell bei Ausdauersportarten wie Nordic Walking, Joggen, Schwimmen etc. verselbständigt sich häufig der Geist, bringt Sie entweder auf andere Gedanken oder verarbeitet das vorher Erlebte auf eine gesunde Art und Weise. Die körperliche Anstrengung bringt Ihren gesamten Kreislauf und Stoffwechsel in Schwung und erhöht damit automatisch die Tätigkeit der entgiftenden Organe. Durch das Schwitzen werden Gifte in Ihrem Körper direkt über die Haut ausgeleitet und entsorgt. Summa summarum beinhaltet Sport & Bewegung damit gleich mehrere positive Aspekte um Ihr Fassungsvermögen zu steigern - vorausgesetzt Sie (über-) treiben den Sport nicht in einem Maße, wodurch Sie Ihren Körper wiederum belasten.


Zielführend zur Stärkung Ihres Organismus sind zudem Saunagänge und Kneippkuren. Durch wechselnde Kalt- und Wärmeanwendungen gewöhnen Sie Ihren Körper an Extreme und erhöhen dadurch seine Resistenz- und Belastungsbandbreite.


Ausleiten & Fasten - „Ablagerungen entfernen“

Eine weitere Möglichkeit zur Erweiterung Ihrer Kapazitäten sind Fastenkuren. Indem Sie Gifte und ein Überangebot an Stoffen in Ihrem Körper vermeiden, vermindert sich der chronische Belastungszustand Ihres Körpers. Eine ähnliche beziehungsweise ergänzende Wirkung haben Ausleitungskuren. Hier bieten zahlreiche naturheilkundliche Hersteller Präparate an, welche unsere Entgiftungsorgane und Entsorgungsprozesse anregen und stärken. Gifte und stoffliche Überangebote werden dadurch schneller und effektiver aus unserem Körper geleitet. Lassen Sie sich bezüglich derlei Maßnahmen am Besten von einem Heilpraktiker oder naturheilkundlich arbeitenden Arzt beraten.


Ruhe & Erholung - „den Füllstand senken“

Gesund sind ebenfalls regelmäßige Auszeiten, in denen Sie sich Zeit für sich selbst nehmen. Machen Sie dabei entweder Dinge, die Ihnen richtig Spaß und Freude bereiten oder reflektieren Sie in Ruhe sich und Ihr Leben. Das funktioniert durch Yoga, Meditation aber auch ganz einfach durch Nachdenken während eines gemütlichen Spaziergangs. Mittels Auszeiten nehmen Sie sich erstens aus dem Alltag, erhalten zweitens Freude und Energie durch Ihre Lieblingsbeschäftigung oder verarbeiten Drittens durch Selbstreflexion Dinge, die unbewusst in Ihrem Keller schlummern. In diesem Zusammenhang sei ferner ausreichend Schlaf erwähnt. Im Schlaf verarbeitet sowohl Geist, Seele und Körper die Geschehnisse des Tages. Ihr gesamter Organismus regeneriert und erfrischt sich dadurch für den neuen Tag.


Ursachen beseitigen - „Lecks im Fass stopfen“

Neben physischer Fitness ist mindestens genauso Ihre psychische Fitness ausschlaggebend. Genau betrachtet ist Ihre körperliche Fitness eine Folge Ihrer geistigen Fitness. Letztendlich liegt es an Ihrem Bewusstsein und Denken, wie Sie mit Ihrem Körper umgehen bzw. wie Sie sich gegenüber Ihren Mitmenschen und Ihrer Umwelt positionieren.


Wenn Sie also die Ursache Ihrer Krankheitsanfälligkeit direkt beim Schopfe packen wollen, dann brauchen Sie Wahrheit und Klarheit. Um Krankheiten den Nährboden zu entziehen, gibt es nichts Effektiveres als Wahrheit, Klarheit und Mut zu Veränderungen. Allerdings ist Wahrheit für Geist und Seele oft genauso schmerzhaft wie die körperliche Krankheit. Klarheit und Wahrheit bezieht sich auf Ihre Denkart und Verhaltensweise gegenüber der Gesellschaft und Umwelt sowie der Emotionen und Gefühle, die daraus entstehen. Krankheit entsteht dort, wo wir über reagieren, verniedlichen, verdrängen, von uns absehen, unbewusst sind, an uns selbst vorbei leben.


Sie sollten sich also in regelmäßigen Abständen die Zeit nehmen zu überlegen:

Sind Sie rundum zufrieden? Wenn nein, wo hakt es? Was stört Sie? Was kostet Ihnen Energie? Was macht Sie krank? Auf die einzelnen Bereiche bezogen sieht es folgendermaßen aus:


Umwelt

Fühlen Sie sich innerhalb Ihrer Umwelt, Ihrem Land, Ihrer Stadt/Dorf, Ihren Nachbarn, in Ihrem Haus mit Ihrem Garten wohl?


Mitmenschen

Wer tut Ihnen gut, mit wem haben Sie Spaß und Freude? Wer fördert Sie und holt das Beste aus Ihnen heraus? Von wem können Sie etwas Positives lernen? Wer meint es gut mit Ihnen und ist Ihnen wohl gesonnen? ... bzw.

Wer nervt Sie, wer kostet Sie Energie? Wer nützt Sie aus? Wer ist Ihnen gegenüber negativ eingestellt?


Arbeitsplatz, Hobbies, Betätigungsfeld

Fühlen Sie sich in Ihrem Beruf wohl? Ist es das, was Sie gerne tun wollen? Entsprechen Ihre Hobbies noch Ihren aktuellen Interessen oder haben sich diese im Laufe der Zeit überholt? Machen Sie Ihr Ding oder schwimmen Sie gleich einer grauen Maus im gesellschaftlichen Mainstream?


Eine Umwelt, die Ihrem Wesen entspricht gibt Ihnen Kraft. Das Gleiche gilt für Berufe und Hobbys, die auf Ihrer Wellenlänge und innerhalb Ihres Interessensbereiches liegen. Dinge hingegen, die Sie tun weil Sie getan werden müssen, kosten Sie Kraft. Bei Menschen ist nicht zwangsläufig entscheidend inwiefern diese auf Ihrer Wellenlänge liegen. Wichtiger ist hierbei, wie diese auf Sie wirken - ob positiv oder negativ.


Der entscheidende Faktor für Ihre Gesundheit, ist eine gesunde Haltung gegenüber sich und der Umwelt. Sie sollten demnach erkennen, wer oder was Ihnen gut tut, sich von krankmachenden Einflüssen - sei es in der Umwelt oder in Form von missliebigen Mitmenschen - fern halten, lernen mehr auf sich zu achten, Grenzen deutlich ziehen und auch mal nein sagen können. Ändern Sie gegebenenfalls Ihre Haltung gegenüber sich selbst oder gegenüber Ihren Mitmenschen, die Sie bisher krank gemacht haben. Wenn Sie Reibungspunkte gegenüber Ihrem Ehepartner, Kindern, Eltern verringern, dann kostet Sie das alltägliche Zwischenmenschliche weniger Energie.


Freunde & professionelle Unterstützung - „Wer hilft das Fass zu stopfen?“

Bei Ihrem Heilungs- und Entwicklungsprozess können Ihnen neben guten Freunden auch naturheilkundliche Arzneimittel und Therapeuten effektiv beiseite stehen. Naturheilkunde und Alternativmedizin umfasst es eine enorme Heilungsbandbreite von rund 200 verschiedenen Therapieverfahren unterschiedlichster Couleur - vom Blutegel und Schröpfen über sanfte Therapien und Arzneimittel der Anthroposophie, Spagyrik und Homöopathie bis zum Geistheiler.


Kneipp´sche Anwendungen härten Sie ab und erweitern Ihre Resistenzbandbreite. Blutegel und Schröpftechniken beseitigen Stauungen. Ein homöopathisches Arzneimittel ist pure Information für Ihren Organismus - gut gewählt ist es damit pure Wahrheit und Klarheit. Schlecht gewählt wirkt es dagegen, als hätte man einem Literaturprofessor etwas über Maschinenbau erzählt. Diese Information lässt ihn kalt und bewirkt somit auch nichts. Für die Beseitigung tiefliegender Ängste und negativer Gefühle eignet sich unter anderem eine Therapie mit Bachblüten. Anthroposophische Arzneimittel und Schüssler Salze korrigieren Ihre Mineral- und Säftelage und wirken damit auf Ihre inneren Reaktionsmuster. Spagyrische Präparate stärken Ihre Organe und damit Ihre Charakterstärke. Ein EMDR-Therapeut bearbeitet unverarbeitete Schockerlebnisse. Ein seriöser Geistheiler arbeitet direkt an Ihrer Essenz. Eine Reinkarnationstherapie lässt Sie die übergeordneten Zusammenhänge Ihres Lebens erkennen ...


Wählen Sie aus diesem Portfolio am besten den Therapeuten und das Verfahren, das Ihnen persönlich und Ihrem Bauchgefühl am Besten zusagt. Auch wenn das alternative Heilungsangebot noch einem undurchsichtigen Dschungel gleicht, können Sie hier bedeutend mehr gut als falsch machen.


Grippe, Erkältung & Co sind allesamt negative Freunde. Auch negative Freunde können zu Ihrer Entwicklung beitragen. Schließlich zeigen sie Ihnen Ihre Schwächen und Fehler auf, indem Sie diese rigoros ausnutzen und ausweiden. Co steht dabei repräsentativ für alle Menschen, die sich gleich Parasiten, Viren und Bakterien verhalten. Menschen, die Sie benützen. Menschen, die sich umso größer fühlen, je kleiner andere sind und zu diesem Zwecke auf Ihren Schwächen und Fehlern herumreiten.


Gute Freunde sind Menschen, die Sie lieben wie Sie sind, die Ihnen gegenüber uneigennützig und ehrlich sind, Ihnen Ihre Angst nehmen, Ihnen Lösungen und Wege zu Ihrer persönlichen Weiterentwicklung aufzeigen oder die Ihnen im richtigen Moment Mut zusprechen.


So bleibt abschließend nur noch, Ihnen viele gute Freunde zu wünschen, damit Sie nicht mehr auf missliebige Freunde wie Grippe, Erkältung & Co. angewiesen sind um zu lernen, was Ihnen wichtig ist!




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