Kollaps-Bewusstseins-Prophylaxe

Das Spiel des
Lebens

Lustig-Weltbewegend-Tiefgründiges

von Mensch zu Mensch

 

Man muss heutzutage kein großer Prophet sein, um die Witterung eines Kollateral-Kollaps unserer Weltwirtschaft aufzunehmen. Die letzte Weltwirtschafts- und Finanzkrise wurde durch eine popelige Bank in den U.S.A. ausgelöst, nachdem sich kurz davor die Börsen im absoluten Gezeitenhoch befanden. Nach rund 7 Jahren Konjunktur im Aufwind kann man den zyklischen Abschwung förmlich schon riechen. Doch dieses mal geht es um mehr als das Platzen der Immobilienblase einer Bank. Denn trotz der seit 7 Jahren florierenden Weltwirtschaft, steht unter anderem halb Europa, den U.S.A. und Japan das finanzielle Ruin-Wasser immer noch bis kurz vor dem Hals.


Was denken Sie wird passieren, wenn wir demnächst ins obligatorische Konjunkturtal sacken? Wie werden Griechenland, Spanien, Italien, aber auch Frankreich und England einen Konjunkturabschwung verkraften? Kann Deutschland – der Fels in der Brandung, welcher seit Bestehen jedes Jahr mehr Schulden anhäuft und dessen Haushalt mittlerweile bereits zu 25 % der Deckung von Zinsen dient – den drohenden Knock-out bereits angezählter Staaten auffangen? Wir wird es den U.S.A. im Konjunkturtal ergehen? - der letzt verbliebenen Supermacht, die nach deren ursprünglicher Pleite-Messlatte bereits jetzt schon finanziell über den Jordan gegangen wäre und sich nur noch über die Zeit rettet, indem in regelmäßigen Abständen ganz einfach die Pleite-Messlatte höher gelegt wird. Und wie wird es dem Tsunami-gebäutelten Japan ergehen, das wie alle anderen Unmengen nicht vorhandenes Geld in den Markt pumpt.


       
Ausschnitte aus Artikel der Augsburger Allgemeinen vom 23. Juli 2013, 

Immer mehr Schulden - Die Krise ist noch nicht vorbei 
Trotz harter Sparmaßnahmen häufen die 17 Länder mit der Gemeinschaftswährung immer mehr Schulden an. Im ersten Quartal stieg der Schuldenstand mit durchschnittlich 92 % der Wirtschaftsleistung auf einen neuen Rekord ... 4 % höher als vor einem Jahr. 

Anteil am BIP (Bruttoinlandsprodukt), bei dem Staaten lt. gängiger Expertenmeinung eine Chance zur eigenständigen Re-Finanzierung haben: 120 %

Griechenland: 160 % des BIP (ein Jahr zuvor 136 %) - trotz 340 Mrd.-Hilfen keine Verbesserung
Italien:             130 %
Portugal:         127 % - Anstieg der Verschuldung trotz Milliardenhilfen
Irland:             125 % - Anstieg der Verschuldung trotz Milliardenhilfen
Deutschland:    81 % - Reduzierung der Verschuldung um 0,7 %
Europa:            92 % - Erhöhung um 4 % gegenüber Vorjahr


Allerorten werden hektoliterweise Finanzkonserven in einen Patienten gepumpt, der bereits aus allen Ecken blutet und der seinen weltweiten Finanz-Kreislauf aus eigener Kraft nicht mehr aufrecht halten kann. Das Problem ist, dass der Patient die Weltwirtschaft an sich ist und es nur die Weltwirtschaft an sich gibt, der man Finanzkonserven entnehmen könnte. So entnimmt man dem Patienten Weltwirtschaft per Bürgschaften (siehe z.B. EU-Bürgschaften für Griechenland) hypothetische Finanzkonserven, die man ihm hypothetisch zuführt, indem man die Gelddruckmaschine anwirft. Aber alles wie gesagt nur rein hypothetisch, denn hinter den kleinen, bunten Geldscheinen bzw. Geldbuchungen stehen keine tatsächlichen Werte mehr – sondern nur noch Lebensbürgschaften von einem Koma-Patienten für einen Koma-Patienten.



Noch ein weiteres Jahrhundert Monopoly und Risiko spielen oder ein neues Spiel namens „Mensch mit Herz und Verstand“?

Gesetzt den Fall: Unsere Weltwirtschaft kollabiert demnächst … was machen wir dann? Verhungern wir vor lauter Geiz und gegenseitigem Misstrauen heraus vor dem vollen Wohlstandsgesellschafts-Kühlschrank? Oder springen wir über unsere Schatten und es macht einfach jeder weiterhin, was er gut kann bzw. bringt das ein was er auch bisher einbringen konnte, z.B. in Form von Produktionsmitteln, Technologie, Maschinen, Nahrungsmitteln, Know-how, Arbeit, etc.


Es wird einerseits von den reichen Menschen abhängen, die über Ländereien, Immobilien, Produktionsmittel und Patente verfügen, wie es danach weiter geht. Ob sie darauf sitzen bleiben möchten nach dem Motto: „Ohne Gegenleistung kein Dach über dem Kopf“ bzw.  „Ohne Gegenleistung nichts zu Essen“ und die Welt damit in Chaos und Krieg stürzen, da Besitzlose in der Krise kaum über werthaltige Gegenleistungen verfügen. Oder ob sie ihre Besitzstände freiwillig mit ihren Mitmenschen teilen und der Gesellschaft zur Verfügung stellen. Sie würden damit als Mensch eine Stufe höher steigen: Vom egozentrischen Egoisten zum fürsorglichen und mitfühlenden Mitmenschen, der kraft seiner gehobenen Position nicht Macht ausübt, sondern Verantwortung übernimmt. Dieses menschliche Verhalten würde darüber hinaus übrigens auch zum eigenen Schutz beitragen. Denn in Not geratene, ansonsten eigentlich liebe Mitmenschen neigen zu unglaublich rücksichtslosen Dingen, wenn sie vom Lebensnotwendigen abgeschnitten werden.


Schließlich könnten sich andererseits die mit Besitzständen benachteiligten Menschen emanzipieren und hinterfragen, durch welches wahrhaftige Recht sie an der Tischkante nagen während andere vor Überfluss platzen. Wir Menschen sind von Natur aus alle gleich. Extrem unterschiedliche Vermögensstände sind unter dem Strich aus einer Übervorteilung heraus geschaffene Ungleichgewichte. Man muss sich lediglich die Frage stellen, ob Besitzstände aus eigener Kraft geschaffen und damit wirklich verdient wurden. Oder ob sich manche, teils über Generationen hinweg, im Rahmen von nicht in allen Punkten ganz fairen Gesellschaftsordnungen zu großen Eigentümern hoch stilisierten, z.B. durch Erbschaft oder auf Kosten von anderen via rücksichtsloser, marktwirtschaftlicher Prinzipien oder protegierender, staatlicher Umverteilungsmechanismen.


Na, Sie haben ja noch ein wenig Zeit, es sich zu überlegen. Vielleicht könnte man ja das Ruder noch herumreißen. Zum Beispiel indem Sie Parteien wählen, welche programmatisch „das Ruder herum reißen“ oder indem Sie den etablierten Parteien irgendwie klarmachen, dass Sie etwas Neues wollen. Ansonsten werden diese vielleicht blindlings das bisherige weiterführen - legitimiert durch Ihre Wahl.


Vielleicht wird aber alles von selbst gut und die etablierten Parteien ringen sich aus eigenem Antrieb noch zu kraftvollen, zum guten führende Maßnahmen durch und Sie müssen Ihren Hintern gar nicht hochbekommen und sich als Wähler emanzipieren ... vielleicht sollten Sie als Erwachsener das Buch „Ich bin klein, mein Herz ist rein“ aber auch mal beiseite legen und sich der von Ihnen durch Ihr Tolerieren geschaffenen Realität stellen!


Wie eine System-Krise - so sie denn nicht mehr verhindert werden kann - möglichst schmerzfrei über die Bühne gehen könnte, sehen Sie im folgenden Artikel - nach dem Raupen-Schürfwitz 2.



Weiter über den Raupen-Schürfwitz 2


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Es ist nicht besonders schlau eine Doktorarbeit über das Lenkrad zu fabulieren und gleichzeitig ungelenkt an die Wand zu fahren.“