Monokultur - Inzucht auf dem Acker

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von Mensch zu Mensch

 

Wie sinnvoll sind Monokulturen wirklich - auch aus ökonomischer Sicht?


Aus rein ökonomischer Sicht machen Monokulturen auf den ersten Blick durchaus Sinn. Eine Monokultur ist leicht anzupflanzen, kann gleichmäßig auf Resistenz behandelt und sortenrein geerntet werden, was das nachfolgende Portionieren und Abpacken für den Vertrieb erleichtert. Doch irgendwie scheint die Natur nicht ganz damit klar zu kommen. So wie sich bei Mensch und Tier die Resistenz gegen Krankheiten durch Inzucht immer weiter verringert, so scheint es auch bei Pflanzen der Fall zu sein. Und genau genommen ist ja eine Monokultur nichts anderes als eine Art Inzucht auf dem Acker.


Ähnlich wie bei den Mono-Blaublütigen mancher Kulturepochen fanden sich auch für die krankheitsanfälligen Mono-Pflanzenkulturen schnell phantasievolle Heiler, um den Krankheiten den Kampf anzusagen. Je mehr die Abwehrkräfte sanken und sich der Organismus damit gegenüber feindlichen Erregern öffnete, desto mehr wurde gegen diese angespritzt - beim Menschen gleichermaßen wie bei der Pflanze. Das half offensichtlich und rettete Mensch wie Korn das atypische Leben. Allerdings konnte unabhängig von der Art des Mono-Organismus beobachtet werden, wie die Resistenz von Generation zu Generation weiter abnahm und sich die Anfälligkeit gegenüber immer noch mehr und schwerwiegenderen Krankheiten erhöhte.


Ähnlich dem Prozess, welcher bei der Krankheit AIDS innerhalb ein paar Jahren stattfand, wurde das Immunsystem durch Mono-Inzucht über Generationen hinweg immer schwächer. Bei Menschen degenerierte das Erbgut und bei den Pflanzen das Saatgut. So musste immer noch mehr und noch öfter gespritzt werden, um das Leben der Mono-Organismen zu schützen. Bei Pflänzchen kommt nunmehr der Traktor mit der Spritzmaschine, sobald sie aus der Erde heraus treten; junge Forellen wachsen von Anfang an in einer Brühe voller Antibiotika heran und kleine Menschen erhalten bereits in der 6. Lebenswoche eine Mehrfachimpfung - weil man davon ausgeht, dass sie es ohne die von außen zugeführte Immunschützenhilfe alleine nicht schaffen würden. Schließlich knöpfte man sich gar das auf Dauer missratene Erbgut vor, um den bösen Erregern Herr zu werden. So wird in vielen Ländern der Erde schon seit längerem im großen Stil an den Genen des Saatgutes manipuliert und selbst beim Menschen wird ebenfalls schon darüber nachgedacht, dessen menschliche Erbstruktur zu verändern, um ihn gegen Krankheiten resistent zu machen.


Woher kommt es aber, dass menschliche Biowesen immer krankheitsanfälliger werden?

Dass dies der Fall ist, zeigt sich zum einen an unserer seit Jahrzehnten zunehmenden Allergieanfälligkeit – einer Körperreaktion, die als direkt geäußerte Überforderung des Immunsystems angesehen werden kann. Ein weiteres Indiz hierfür ist der Krebs - eine Art innerer Selbstmord, da ein irre gewordenes Immunsystem den eigenen Organismus zerstört. Aber woher kommt nun die neuerliche Degeneration unserer Immunsysteme, wo wir doch in unseren Kulturkreisen gar keine Inzucht mehr betreiben? Sollte es wirklich daher rühren, dass wir uns von naturferner Inzucht ernähren – sei es in Form von Pflanzen aus Monokulturen oder Tieren aus Massenhaltung?


Zumindest aus zeitlich-historischer Sicht lassen sich schon mal Parallelen finden. Denn zufällig freuen sich sowohl Allergien als auch Krebs zunehmender Beliebtheit seit damit begonnen wurde Mensch, Tier und Pflanze auf wenig Raum zusammen zu pferchen und standardmäßig zu bespritzen – gleich ob auf dem Acker, im Maststall oder in der Arztpraxis beim Impfen.


Ist es egal was Lebe(Bio)wesen essen?

Es stellt sich die Frage, was immun geschwächte und krankheitsanfällige Nahrungsmittel in unserem Körper bewirken. Wenn es unerheblich ist, was wir essen, dann könnten wir uns ja auch von alten Schuhsohlen ernähren. Mit Geschmacksverstärkern, Weichmachern und sonstigen Zusatzstoffen kann man diese sicherlich auch zu einer knackigen Currywurst trimmen. Und wenn man die Substanz mancher Zusatzstoffe betrachtet, so sind wir auch nicht mehr weit davon entfernt.


Ein Indiz dafür, dass es nicht egal ist was wir essen, bieten künstlich hergestellte Vitamine. Sie machen nachweislich nicht gesünder, sondern eher krank. So wurde im Vergleich zwischen zwei Gruppen von Sportlern festgestellt, dass die Leistungen der Sportler, welche Nahrungsergänzungsmittel zu sich nahmen, deutlich sank. Natürlich gibt es nachweislich auch Studien, welche nachweislich darlegen, dass hier kein wissenschaftlich nachweisbarer Zusammenhang besteht. Deswegen werden auch heute noch tonnenweise künstliche Vitamine in die Müslis unserer Kinder gekippt und von fürsorglichen Müttern gekauft. Nachweislich ersetzen also auch Studien schon mal nicht unsere Pflicht, sich mit dem eigenen gesunden Menschenverstand eine eigene Meinung zu bilden und danach zu leben – selbst auf die Gefahr hin, dass wir gegen die wissenschaftliche Beweisbarkeit leben. An dieser Stelle möchte ich Ihnen gerne den Artikel über „Wissenschaftler, die ihre eigene Existenz nicht beweisen können, aber alles ausschließen, was wissenschaftlich nicht beweisbar ist“ nahe legen.


Gemäß meinem gesunden Menschenverstand liegt in jedem Fall der Verdacht nahe, dass das unbiologisch hergestellte Kosten-Effizienz-Futter großen Anteil an den Krankheiten unserer Zeit nimmt.


Hilfe zur Selbsthilfe statt Rollstühlen für das Immunsystem:

„Sind sie zu stark, dann bist Du zu schwach!“ müsste die eigentliche Erkenntnis aus der Degeneration der Immunsysteme der Organismen dieser Welt lauten. Wir benötigen aus dieser Sicht Nahrungsmittel und Medikamente, die unser Bios-Immunsystem stärken, anstatt dass diese unsere Schwächen babysitten. Und so wie eine Katze am besten und liebsten Katzenfutter isst, so sollte ein Lebe(Bio)wesen natürlicherweise am besten lebendige, kräftige und gesunde Bio-Nahrungsmittel zu sich nehmen.


Statt dessen wird unser Immunsystem bei zunehmender Schwäche in einen Rollstuhl mit künstlichen Immunsöldnern gesetzt. Na klar, ermöglicht uns ein Rollstuhl die Fortbewegung und ein Antibiotika das Überleben. Aber können Sie durch einen Rollstuhl wieder besser laufen? Denken Sie, dass Sie mit einem Antibiotika dauerhaft gesünder werden? Denken Sie, dass Monokulturen und Spritzmittel die Bio-Struktur unserer Pflanzen auf den Äckern stärken? Denken Sie, dass ein Weizenbrot bestehend aus schwächelnden Körnern Ihren Organismus kräftigt?


Fragt sich also, warum wir uns kassenärztlich einseitig subventionierte Immunsystem-Rollstühle verordnen und per Agrarsubventionen die nächste Schüssel mit leblosem Monofraß auf den Tisch setzen - bis das uns der Tod nach langem Siechtum endlich von unserem Rollstuhl im Altersheim scheidet, weil wir selbst zum Sterben kaum mehr die Kraft aufbringen konnten!


Unter Blaublütigen und Reichen hat man Inzucht mittlerweile schon als Irrweg erkannt. In unserer modernen Gesellschaft wird diese hingegen noch indirekt über die Äcker und Wiesen als auch in den Mastställen aus Gründen der Kosteneffizienz und zur Steigerung der Margen weitergeführt – inklusive der Spritz- und Schröpfsystematik zum gedanklich sehr kurz gesprungenen Schutz von Mensch, Pflanze und Tier.


Sind Monokulturen selbst aus wirtschaftlicher Sicht noch zielführend?

Neben dem einfacheren Handling ist das Hauptargument für die Monokulturen der wirtschaftliche Aspekt, da sie kostengünstiger produziert werden können. Wenn man aber sowohl in puncto Handling als auch Wirtschaftlichkeit den Gesamtaufwand in Betracht zieht, um das Leben einer Monokultur bis zur Ernte gegen Ungeziefer und die eigene Schwäche zu retten, dann stellt sich die Frage, inwiefern deren Herstellung in Summe tatsächlich noch als ökonomisch betrachtet werden kann. Hier muss natürlich nicht nur der Aufwand für den Bauern kalkuliert werden, sondern ebenfalls die Forschungs- und Produktionsarbeit der gesamten Spritzmittelindustrie, welche dahinter steht. Nach Jahrzehnten der Monokulturbewirtschaftung, wäre es mal an der Zeit, sämtliche auflaufenden Kosten als auch indirekte Kosten für den Anbau von Monokulturen zu summieren und diese einer biologischen Herstellung von Nahrungsmitteln gegenüberzustellen ...


Direkte Kalkulations- und Vergleichsfaktoren:

  1. Übliche Produktionskosten (Saatgut, Arbeitszeit für Säen, Ernten)

  2. Arbeitszeit und Maschineneinsatz für Ausfahren der Pflanzenschutzmittel

  3. Kosten für Pflanzenschutzmittel (hinter denen sich ein riesiger Chemieapparat für deren Entwicklung, Produktion, Lieferung, Vertrieb und Marketing verbirgt)

  4. Agrarsubventionen


Indirekte Kalkulations- und Vergleichsfaktoren:

  1. Schäden durch Belastung und Auslaugen der Böden

  2. Schäden durch Umweltbelastung von Wasser, Boden, Luft durch Spritzmittel

  3. Gesundheitliche Folgeschäden

  4. Bienensterben und alle Maßnahmen, um dem entgegenzuwirken

  5. etc.


Einige alternative, naive Ideen auf die Schnelle:

  1. Wenn für ein Müsli ohnehin später verschiedene Getreidesorten zusammen gemischt werden, vielleicht kann man das Saatgut dann bereits auf dem Acker entsprechend mischen

  2. Es gibt zahlreiche maschinelle Sichtungsverfahren, mit denen man Dinge mit unterschiedlichem spezifischem Gewicht vollautomatisch trennen kann. Vielleicht können bestimmte Früchte und Getreide damit zielführend erst in Multikulturen angebaut und anschließend getrennt sortiert werden (Technik hierzu bietet z.B. der Hersteller www.hosokawa-alpine.de)

  3. Subventionen sollten in jedem Fall in lokalen, biologischen Anbau fließen, anstatt dass wir die Immunschwächung unserer Nahrungsmittel und daraus resultierende Vergiftung unserer Umwelt bezuschussen.


Abschließender Hinweis:

Die Ursache für die Mono-Fehlentwicklung liegt weniger an den Landwirten als an unserer gesamtgesellschaftlichen Ausrichtung. Durch die Ausrichtung auf Konsum und Gewinne, haben wir uns den Blick für das Wesentliche und unsere eigene Gesundheit verstellt. So ist es auch in der Landwirtschaft und Ernährung an der Zeit, unser Leben und Streben zu beleuchten. Indem wir uns umblicken, zurück in die Vergangenheit bis zur Gegenwart und die jetzige Entwicklung weiter in die Zukunft spinnen und uns die Frage stellen: „Was machen wir hier eigentlich? Für wen, für was und warum? Was nützt uns dies, was jenes? Was ist der eigentliche Zweck und wie erfüllen wir diesen am besten ...“



Über den Hühner-Schürfwitz


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Dann sind sie es uns aber auch wirklich wert!“